Yin und Yang oder Jin und Jang[1][2] (chinesisch 陰陽 / 阴阳, Pinyin yīn yáng, Jyutping jam1 joeng4, Pe̍h-ōe-jī im-iông) sind zwei Begriffe der chinesischen Philosophie, insbesondere des Daoismus. Sie stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene duale Kräfte oder Prinzipien, die sich nicht bekämpfen, sondern ergänzen. Ein weit verbreitetes Symbol des kosmischen Prinzips ist das Taijitu, in dem das weiße Yang (hell, fein, hoch, hart, heiß, positiv, aktiv, leicht, bewegt, stark, männlich) und das schwarze Yin (dunkel, weich, feucht, kalt, negativ, tot, passiv, schwer, grob, ruhig, weiblich) gegenüberstehend dargestellt werden.

Die ursprüngliche Bedeutung der beiden Zeichen ist nicht gesichert. Im Shuowen jiezi bedeutet (yīn) „dunkel“ als „Südseite der Täler“ und „Nordhang eines Berges“ bzw. „Südufer eines Flusses“ (das Schriftzeichen setzt sich aus den Zeichen für „Hügel“ und „Schatten“ zusammen) – alle Verwendungen deuten auf die Grundbedeutung „schattig, schattiger Ort“; dagegen (yáng) bedeutet „hell“ als „Südseite der Berge“ und „Nordseite der Täler“ oder „sonnige Anhöhe“ (das Schriftzeichen setzt sich aus den Zeichen für „Hügel“ und „Strahlen der Sonne“ zusammen)[3][4]. Diese Bedeutungen sind auch für die ältesten bekannten Vorkommnisse der Zeichen Yin und Yang auf Orakelknochen (etwa 16.–11. Jh. v. Chr.) anzusetzen.

Quelle: Wikipedia

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